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Frühlingszeit - Wildunfallzeit

Wildunfälle
Frühlingszeit - Wildunfallzeit
Die Kreispolizeibehörde Steinfurt weist auf die deutlich steigende Wildunfallgefahr in den kommenden Monaten hin.

Im vergangen Jahr wurden im Kreis Steinfurt 2439 Wildunfälle polizeilich registriert. Bei diesen Unfällen wurden 22 Menschen verletzt, sechs davon schwer. Die tatsächliche Zahl der Wildunfälle ist aber sehr wahrscheinlich deutlich höher, da nicht jeder Wildunfall auch bei der Polizei gemeldet wird.


Grade im Frühjahr und im Frühsommer ist die Gefahr von Wildunfällen besonders hoch. Alleine im April und Mai ereigneten sich im vergangenen Jahr knapp ein Viertel aller Wildunfälle im Kreis Steinfurt. Das hängt vor allem damit zusammen, dass sich die Rehe ihre Sommerreviere suchen, verteidigen und der Nachwuchs aus dem Vorjahr von der Mutter, der Ricke, vertrieben wird. Verschärft wird die Situation noch durch die Zeitumstellung, wodurch der Berufsverkehr in der jahreszeitlich stärksten Aktivität der Rehe wieder in die Dämmerung fällt.

Die Polizei rät, insbesondere morgens und abends sehr aufmerksam und mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren. Halten Sie dabei den Fahrbahnrand ganz besonders im Auge.

Die Schilder „Wildwechsel“ müssen unbedingt ernst genommen werden. Auch die blauen Reflektoren an den Leitpfosten sind ein guter Hinweis auf besonders betroffene Strecken.

Wenn Wild bereits auf Straße steht, gibt die Polizei folgende Tipps:

  • Lenkrad festhalten, abbremsen und gegebenenfalls abblenden und die Hupe betätigen.
  • Fahrtrichtung behalten, auf keinen Fall ausweichen. Ein Unfall mit Gegenverkehr oder der Aufprall auf einen Baum haben weitaus schlimmere Folgen als eine Kollision mit einem Reh.

Wenn es zu einem Unfall gekommen ist:

  • Unfallstelle und sich selbst sichern (Warndreieck, Warnblinkanlage, Warnweste).
  • Unfallstelle räumen, wenn gefahrlos möglich auch das tote Tier von der Fahrbahn entfernen.
  • Polizei über den Notruf informieren (dazu besteht eine gesetzliche Verpflichtung).
  • Wenn das Tier noch weggelaufen ist, auf keinen Fall einfach weiterfahren. Den Kollisionspunkt genau merken. Das Tier hat garantiert Verletzungen, unter denen es in den meisten Fällen qualvoll verendet. Ein durch die Polizei hinzugerufener Jäger wird sich auf die Suche nach dem Tier machen.

Die Jäger, die Verantwortlichen in der Kreisverwaltung, die Landwirte, die Polizei und viele andere unternehmen alle Anstrengungen, um die Wildunfälle im Kreis Steinfurt zu reduzieren.

Helfen auch Sie durch ihr Verhalten, Tierleid zu verhindern und Wildunfälle zu vermeiden.

Grafische Ansicht der Wildunfälle im Kreis Steinfurt

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