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Hoher Spaßfaktor – aber auch hohes Risiko

Start in die Motorradsaison
Hoher Spaßfaktor – aber auch hohes Risiko

Motorradfahren war schon immer faszinierend. Keine andere Art der motorisierten Fortbewegung vermittelt dem Fahrer ein vergleichbares Gefühl von Dynamik, Agilität und Freiheit.

Die besondere Faszination des Motorradfahrens wird aber von einem erhöhten Risiko begleitet. Dazu kommt, dass Motorräder nicht die gleiche aktive und passive Sicherheit bieten können wie Pkw.

Mit dem Frühling beginnt für viele Motorradfahrer wieder die Saison. Doch gerade der Saisonstart bringt für die Zweiradfahrer als auch für die Autofahrer erhebliche Gefahren. Da die Motorradfahrer im Frühjahr vermehrt im öffentlichen Verkehrsraum unterwegs sind, ergeben sich dadurch besondere Anforderungen an sie und an die anderen Verkehrsteilnehmer.

Gerade nach der Winterpause haben sich Autofahrer noch nicht wieder auf Biker eingestellt. Sie können deren Geschwindigkeit und deren Fahrweise daher schwer einschätzen und rechnen in vielen Situationen nicht mit ihnen. Deshalb muss der Motorradfahrer hohen Wert darauf legen, dass er gesehen wird (Licht, farbige Kleidung, Sicherheitsabstände, Beachtung von toten Winkeln, etc.). Darüber hinaus ist ein defensiver Fahrstil bei den ersten Touren die beste Sicherheitsstrategie.

Autofahrer hingegen sollten durch vorausschauendes Fahren und ständige Kontrolle des Rückspiegels ihr besonderes Augenmerk auf die Zweiradfahrer lenken. Dies gilt insbesondere für Abbiege- und Spurwechselvorgänge.

Bevor es auf die Straße geht, gilt es die Maschine eingehend auf ihren technischen Zustand hin zu checken:

  • Überprüfen sie alle lichttechnischen Einrichtungen an dem Motorrad.
     
  • Kontrollieren sie den Zustand der Bremsbeläge und das Alter der Bremsflüssigkeit.
     
  • Besonders wichtig ist die Überprüfung der Motorradreifen hinsichtlich des Alters, der Profiltiefe, des Reifendrucks und des Ventils. Achten sie besonders auf sprödes Material und einen richtigen Sitz des Ventils. Benutzen sie keine schweren Ventilkappen, weil dadurch besondere Belastungen für das Ventil entstehen können.
     
  • Wechseln sie defekte Stoßdämpfer unbedingt aus.

Wer sein Motorrad lange nicht bewegt hat, sollte seine Fahrsicherheit trainieren: Fahrübungen wie Bremsen und Ausweichen auf einem ruhigen Parkplatz führen dazu, dass sich wieder ein Gefühl für das Fahren und die Maschine einstellt.

Die Polizei hat darüber hinaus ein paar grundsätzliche Tipps für die Motorradfahrer:

Rechnen Sie immer mit dem Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer.

Zu hohe Geschwindigkeiten sind nach wie vor Unfallursache Nummer 1: Bei einer unklaren Verkehrslage gilt es, immer die Geschwindigkeit deutlich zu reduzieren und bremsbereit zu sein.

Fahren Sie immer so, dass Sie für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sind.

Bedenken Sie, dass Motorräder hinter größeren Fahrzeugen quasi verschwinden. Benutzen Sie die Hupe oder die Lichthupe, um auf sich aufmerksam zu machen. Besondere Vorsicht gilt bei tief stehender Sonne im Rücken. Für andere Verkehrsteilnehmer, die beim Fahren in die Sonne schauen müssen, sind Sie wegen der schmalen Silhouette als Motorradfahrer nur sehr schwer zu erkennen.

Überholen Sie Kolonnen nur, wenn ein Wende- oder Abbiegemanöver anderer Verkehrsteilnehmer mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Achten Sie besonders auf langsame landwirtschaftliche Fahrzeuge mit Anhängern.

Denken Sie an den toten Winkel der Pkws. Fahren Sie nie auf gleicher Höhe zu den Pkws, sonst droht Gefahr beim Spurwechsel.

Halten Sie in Kurven Abstand zum Mittelstreifen, entgegenkommende Fahrzeuge könnten die Kurve schneiden.

 

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