Gefahr von Wildunfällen steigt wieder an

Zwei Rehe laufen in der Dämmerung über eine Straße. Sie werden von einem Autoscheinwerfer angeleuchtet.
Gefahr von Wildunfällen steigt wieder an
Wie Sie sich schützen können und was im Ernstfall zu tun ist, lesen Sie hier.

Mit dem Frühjahr (oder wahlweise, ab April auch nur den Monat April nennen) steigt die Zahl der Anrufe bei der Polizei, weil es wieder mehr Wildunfälle im Kreis Steinfurt gibt. Für den Fahrer gehen diese Unfälle meist glimpflich aus. Es bleibt häufig bei Blechschäden oder eher leichten Verletzungen. Für die Tiere endet so ein Unfall meist tödlich. Oftmals läuft ein Tier nach dem Unfall aber auch verletzt zurück auf das angrenzende Feld oder in den Wald. Auch deshalb müssen Wildunfälle immer angezeigt werden.

Was Sie tun können, damit es erst gar nicht zu einem Wildunfall kommt:

- Besondere Vorsicht in der Dämmerung und in der Nacht: Viele Tiere sind gerade zu diesen Zeiten aktiv.

- Verkehrsschilder beachten: Strecken, auf denen es häufig Wildwechsel gibt, sind mit Warnschildern gekennzeichnet. Diese sollten Sie unbedingt beachten und auf diesen Strecken besonders achtsam fahren. 

- Auch blaue Reflektoren an Leitpfosten warnen vor Strecken mit häufigem Wildwechsel.

- Behalten Sie die Straßenränder im Auge.

- Vorausschauend fahren: Halten Sie immer genügend Abstand und bleiben Sie aufmerksam.

Was tun, wenn doch mal Wild auf die Straße läuft:

- Bleiben Sie auf Ihrer Fahrspur, halten Sie das Lenkrad gut fest und bremsen sie ab. 

- Gegebenenfalls das Licht abblenden und die Hupe betätigen. 

- Betätigen Sie nicht die Lichthupe. Tiere können sich davor erschrecken und weiter in den Straßenverkehr laufen. 

- Versuchen Sie auf keinen Fall, dem Tier auszuweichen. Sie könnten auf die Gegenfahrbahn oder den Seitenstreifen geraten und dort zum Beispiel mit einem Baum kollidieren. Das könnte weitaus schlimmere Folgen haben als eine Kollision mit dem Wild.

Was tun, wenn es trotzdem zu einem Wildunfall gekommen ist: 

- Sichern Sie sich durch das Tragen einer Warnweste. 

- Sichern Sie die Unfallstelle, in dem Sie die Warnblinkanlage am Auto einschalten und das Warndreieck aufstellen.  

- Wenn es gefahrlos möglich ist, räumen Sie die Unfallstelle und entfernen Sie dabei, wenn möglich, das tote Tier von der Fahrbahn. 

- Informieren Sie unbedingt die Polizei über die 110. Dazu sind Sie gesetzlich verpflichtet. Folgen Sie den Anweisungen, die die Kollegen der Leitstelle Ihnen geben. 

- Wenn das Tier weggelaufen ist, merken Sie sich den Kollisionspunkt genau. So kann sich der sofort von der Polizei informierte Jäger anschließend besser auf die Suche nach dem Tier machen. Ein Tier übersteht eine Kollision mit einem Auto nie unbeschadet. Die Tiere, die vom Unfallort flüchten, leiden oft lange unnötig, wenn der Jäger zum Beispiel erst am Abend über einen Unfall informiert wird, der bereits am Morgen passiert ist. 

 

Ein Wildunfall kann schnell passieren. Helfen Sie durch achtsames Verhalten, Wildunfälle zu vermeiden und Tierleid zu verhindern.

 

 

In dringenden Fällen: Polizeinotruf 110